Quarz-Frequenz-Pull-Rechner

Quarz-Frequenz-Pull-Rechner

Effektive Lastkapazität und Frequenzabweichung aus Layout-Beschaltung und Streukapazität

Quarz (laut Datenblatt)

Quarz-Ersatzparameter – nicht zu verwechseln mit dem externen C1.

Beschaltung / Layout

Externer Kondensator (in Schaltplänen oft C1).
Externer Kondensator (oft C2).
Leiterbahnen, Pads, Pins – typ. 2–5 pF.
Resultierende Frequenz
Abweichung von f0
effektive Lastkapazität CL,eff
empfohlen CL1 = CL2
Ziehempfindlichkeit

Ziehkurve: Frequenzabweichung (ppm) über der effektiven Lastkapazität

Bewerten Sie die berechnete Abweichung stets gegenüber der Frequenztoleranz Ihres Quarzes (z. B. ±10 oder ±20 ppm). Die Frequenz sinkt mit steigender Lastkapazität; eine zu hohe Cstray oder zu große Lastkondensatoren ziehen die Frequenz nach unten.

Verwendete Formeln & Hinweise

Effektive Lastkapazität: CL,eff = (CL1·CL2)/(CL1+CL2) + Cstray

Frequenz-Pull: Δf/f0 = (C1/2)·( 1/(C0+CL,eff) − 1/(C0+CL,nom) )

Ziehempfindlichkeit: S = (C1/2)/(C0+CL,eff)² (in ppm/pF)

Empfehlung (symmetrisch): CL1 = CL2 = 2·(CL,nom − Cstray)

Idealisiertes Modell. Cstray umfasst alle parasitären Kapazitäten an den Quarzpins (Leiterbahnen, Pad-/Pin-Kapazität, ggf. Eingangskapazität des Oszillator-ICs). Verbindlich ist das Datenblatt.

FAQ - Fragen und Antworten zu Quarz-Frequenz-Pull

Fragen und kurze leicht verständliche Antworten zu Quarz-Frequenz-Pull

Was berechnet ein Quarz-Frequenz-Pull-Rechner?

Ein Quarz-Frequenz-Pull-Rechner ermittelt, wie sich die Frequenz eines Quarzes durch die tatsächliche Lastkapazität in der Schaltung verändert. Grundlage ist die effektive Lastkapazität, die sich aus den Lastkondensatoren CL1 und CL2 sowie der parasitären Streukapazität Cstray zusammensetzt. Damit lässt sich die Frequenzabweichung gegenüber der nominellen Lastkapazität aus dem Datenblatt abschätzen. Die Seite zeigt außerdem die Ziehkurve, also die Abhängigkeit der Frequenzabweichung von der effektiven Lastkapazität. So können Entwickler früh erkennen, ob die Beschaltung noch innerhalb der zulässigen Frequenztoleranz des Quarzes liegt.

Wie beeinflusst die Lastkapazität die Frequenz eines Quarzes?

Die Frequenz eines Quarzes sinkt, wenn die effektive Lastkapazität ansteigt. Ursache dafür sind größere Lastkondensatoren oder eine zu hohe parasitäre Streukapazität im Layout und an den Quarzpins. Der Rechner nutzt dafür ein idealisiertes Modell mit der Formel für den Frequenz-Pull, um die relative Frequenzabweichung zu bestimmen. Besonders wichtig ist der Vergleich der berechneten Abweichung mit der im Datenblatt angegebenen Frequenztoleranz, zum Beispiel ±10 ppm oder ±20 ppm. Auf diese Weise lässt sich beurteilen, ob die gewählte Beschaltung die Zielgenauigkeit der Schaltung unterstützt.

Wie wird die effektive Lastkapazität bei einem Quarz berechnet?

Die effektive Lastkapazität wird mit der Formel CL,eff = (CL1·CL2)/(CL1+CL2) + Cstray berechnet. Dabei stehen CL1 und CL2 für die beiden Lastkondensatoren an den Quarzanschlüssen, während Cstray alle parasitären Kapazitäten der realen Schaltung zusammenfasst. Dazu gehören beispielsweise Leiterbahnen, Pad- und Pin-Kapazitäten sowie gegebenenfalls die Eingangskapazität des Oszillator-ICs. Diese Größe ist entscheidend, weil nicht nur die nominellen Kondensatorwerte, sondern auch das Layout die tatsächliche Quarzfrequenz beeinflussen. Für eine belastbare Auslegung sollte das Ergebnis immer mit den Vorgaben aus dem Datenblatt abgeglichen werden.

Welche Rolle spielt die Streukapazität Cstray beim Quarz-Frequenz-Pull?

Die Streukapazität Cstray hat einen direkten Einfluss auf die effektive Lastkapazität und damit auf die resultierende Quarzfrequenz. Schon kleine parasitäre Kapazitäten aus Leiterbahnen, Pads, Pins oder dem Oszillator-Eingang können die Frequenz messbar nach unten ziehen. Deshalb reicht es in der Praxis nicht aus, nur die nominellen Werte von CL1 und CL2 zu betrachten. Der Rechner hilft dabei, diese parasitären Einflüsse in die Abschätzung der Frequenzabweichung einzubeziehen. Gerade bei präzisen Anwendungen ist Cstray ein wesentlicher Faktor für die Einhaltung der geforderten ppm-Toleranzen.

Wie wählt man symmetrische Lastkondensatoren für einen Quarz richtig aus?

Für eine symmetrische Beschaltung empfiehlt sich die Beziehung CL1 = CL2 = 2·(CL,nom − Cstray). Damit lässt sich die nominelle Lastkapazität des Quarzes unter Berücksichtigung der parasitären Kapazitäten gezielt annähern. Diese Vorgehensweise ist besonders hilfreich, wenn beide Lastkondensatoren gleich groß ausgelegt werden sollen. Dennoch bleibt das Modell idealisiert, sodass reale Abweichungen durch Bauteiltoleranzen und Schaltungsdetails möglich sind. Verbindlich für die endgültige Auslegung sind daher immer die Angaben im Datenblatt des eingesetzten Quarzes.

Warum ist PETERMANN-TECHNIK die beste Wahl für Quarz-Frequenz-Pull-Rechner?

PETERMANN-TECHNIK verbindet technische Expertise in der Frequenztechnik mit praxisnahen Hilfsmitteln für Entwickler und Einkäufer. Der Quarz-Frequenz-Pull-Rechner unterstützt dabei, den Einfluss von Lastkapazität und Streukapazität auf die reale Frequenz schnell und nachvollziehbar zu bewerten. Gleichzeitig wird klar aufgezeigt, dass die berechneten Werte immer im Kontext der Quarzspezifikation und des Datenblatts betrachtet werden müssen. Das schafft Vertrauen und hilft, typische Auslegungsfehler in Oszillatorschaltungen frühzeitig zu vermeiden. Zusätzlich stehen Frequenz-Experten für individuelle Rückfragen zur Verfügung, wenn eine anwendungsspezifische Bewertung erforderlich ist.

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