Was bedeutet AQL 0,65 % – und warum prüft PETERMANN-TECHNIK zu 100 %?
Was bedeutet AQL 0,65 %?
AQL steht für Acceptance Quality Limit oder auf Deutsch annehmbare Qualitätsgrenzlage. Der AQL-Wert wird bei Stichprobenprüfungen verwendet, um zu entscheiden, ob ein Produktionslos angenommen oder zurückgewiesen wird. Die Grundlage dafür bilden Stichprobenpläne, wie sie unter anderem in der ISO 2859-1 für attributive Prüfungen beschrieben werden. Dort wird nicht jedes einzelne Bauteil geprüft, sondern eine definierte Stichprobe aus einem Los entnommen und bewertet.
Ein AQL von 0,65 % bedeutet vereinfacht: Innerhalb eines statistischen Stichprobenprüfplans wird ein bestimmtes Qualitätsniveau akzeptiert, bei dem eine begrenzte Anzahl fehlerhafter Teile innerhalb der Stichprobe noch zur Annahme des gesamten Loses führen kann. Der konkrete Prüfentscheid hingegen hängt dabei von mehreren Faktoren ab: der Losgröße, dem gewählten Prüfniveau, der Stichprobengröße sowie der zulässigen Annahme- und Rückweisezahl.
Wichtig ist: AQL 0,65 % bedeutet nicht, dass ein Los fehlerfrei ist. Es bedeutet auch nicht, dass maximal exakt 0,65 % fehlerhafte Teile im gelieferten Los enthalten sind. AQL ist ein statistisches Verfahren zur Losannahme auf Basis einer Stichprobe – keine 100-%-Prüfung jedes einzelnen Bauteils.
Wie wird AQL 0,65 % in der Praxis angewendet?
Bei einer AQL-Prüfung wird aus einem Produktionslos eine zufällig ausgewählte Stichprobe entnommen. Diese Stichprobe wird geprüft. Anschließend wird anhand eines AQL-Prüfplans entschieden, ob das gesamte Los angenommen oder zurückgewiesen wird. Die Stichprobengröße ist dabei nicht beliebig. Sie ergibt sich in der Regel aus:
- der Losgröße,
- dem Prüfniveau,
- dem gewählten AQL-Wert,
- der Prüfart,
- und den definierten Annahme- und Rückweisegrenzen.
Das bedeutet: Es wird nicht automatisch jedes Teil geprüft. Bei der AQL-Stichprobenprüfung bleibt es immer eine Stichprobenprüfung mit einem verbleibenden Restrisiko für den Kunden.
Warum reicht AQL 0,65 % für kritische Elektronikkomponenten nicht aus?
Bei frequenzbestimmenden Bauelementen wie Schwingquarzen, SMD-Schwingquarzen, Uhrenquarzen und Quarzoszillatoren kann ein einzelnes fehlerhaftes Bauteil erhebliche Auswirkungen auf das Endprodukt haben. Mögliche Folgen sind zum Beispiel:
- unsicheres Anschwingen der Oszillatorschaltung,
- instabile Taktfrequenz,
- Kommunikationsfehler,
- erhöhte Stromaufnahme,
- verkürzte Batterielaufzeit,
- Feldausfälle,
- Reklamationen,
- Servicekosten,
- oder Imageverlust beim Endkunden.
Gerade in Anwendungen wie Smart Metering, IoT, IIoT, Wireless, Medizintechnik, Industrieelektronik, Automotive, Sensorik und sicherheitsrelevanter Elektronik ist Qualität nicht nur eine statistische Kennzahl. Qualität entscheidet über die Zuverlässigkeit des gesamten Endproduktes.
Aber was bedeutet QTL 0,65% genau?
Beispiel: Bei einem Lieferlos von 10.000 Stück werden nach einem branchenüblichen AQL-0,65-%-Prüfplan, bei normaler Prüfung und General Inspection Level II, nur 200 Stück zufällig geprüft. Werden in dieser Stichprobe bis zu 3 fehlerhafte Teile gefunden, kann das gesamte Los von 10.000 Stück trotzdem angenommen und geliefert werden. Erst ab 4 fehlerhaften Teilen in der Stichprobe wird das Los zurückgewiesen. Das heißt aber für den Kunden nicht, dass er nur 3 fehlerhafte Teile in der Lieferlosgröße von 10.000 Stk. hat? Es heißt nur, dass obwohl 3 defekte Teile in der Stichprobe von 200 Stk. gefunden wurden, das gesamte Los an den Kunden geliefert werden kann. In dem Lieferlos können also viel mehr defekte Bauteile enthalten sein, als gerade die 3 Stk., die in der Stichprobe gefunden wurden. Damit hat der Warenempfänger ein E N O R M E S Qualitäts-Problem. PETERMANN-TECHNIK geht deshalb bewusst weiter: Wir liefern nur Produkte aus, die zu 100% geprüft wurden, um das Risiko für unsere Kunden nicht nur statistisch zu bewerten, sondern aktiv auf unser 0-ppm-Ziel zu minimieren.
Warum werden die Produkte von der PETERMANN-TECHNIK zu 100 % geprüft?
Die von der PETERMANN-TECHNIK GmbH lieferbaren Produkte gehen über eine branchenübliche AQL-Stichprobenprüfung hinaus und setzt bei allen Schwingquarzen und Oszillatoren auf eine 100-%-Prüfung. Das bedeutet: Nicht nur eine zufällige Stichprobe, sondern jedes einzelne relevante Bauteil wird geprüft, bevor es an den Kunden geliefert wird.
Unser Ziel ist es, das Qualitätsrisiko für unsere Kunden auf 0 zu reduzieren und den Anspruch an 0-ppm orientierte Qualität konsequent im Prozess zu verankern. Während eine AQL-Prüfung statistisch bewertet, ob ein Los angenommen werden kann – unabhängig der tatsächlichen fehlerhaften Teile, verfolgt die 100-%-Prüfung von PETERMANN-TECHNIK einen anderen Ansatz: Fehler sollen nicht statistisch akzeptiert, sondern systematisch erkannt und vermieden werden.
Für unsere Kunden bedeutet das:
- höhere Sicherheit in der Serienfertigung,
- geringeres Risiko fehlerhafter Bauteile im Feld,
- stabilere Produktperformance,
- weniger Reklamationsrisiko,
- bessere Planbarkeit,
- höhere Endkundenzufriedenheit,
- und eine stärkere technische Differenzierung gegenüber Wettbewerbern.
Warum ist PETERMANN-TECHNIK der richtige Partner für 0-ppm-orientierte Qualität?
PETERMANN-TECHNIK GmbH ist der richtige Partner für Kunden, die bei Schwingquarzen, SMD-Schwingquarzen, Uhrenquarzen und Quarzoszillatoren nicht nur eine statistische Stichprobenqualität, sondern maximale Prozess- und Produktsicherheit erwarten. Wir verstehen Qualität nicht als nachträgliche Kontrolle, sondern als durchgängigen Prozess – von der technischen Beratung über die richtige Produktauswahl bis zur 100-%-Prüfung der gelieferten Komponenten.
Der branchenübliche AQL-Wert ist von 0,65 % ist aus unserer Sicht nicht ausreichend und reicht für Elektronikanwendungen nicht aus. Denn der Kunde benötigt keine statistisch akzeptierte Fehlerwahrscheinlichkeit, sondern ein Bauteil, das in seiner Anwendung zuverlässig funktioniert. Heute . Morgen . zu jeder Zeit und über Dekaden hinweg!
Deshalb setzt PETERMANN-TECHNIK auf geprüfte Qualität, technische Applikationskompetenz und 100-%-Prüfung. Damit unterstützen wir unsere Kunden dabei, sichere, langlebige und leistungsfähige Elektronikprodukte zu entwickeln. Unser Qualitätsanspruch ist klar: Wir wollen das Risiko unserer Kunden nicht verwalten, sondern auf ein 0-ppm-Ziel minimieren.
